Anfang 2025 trafen sich LemAn-Mitglieder zu einem Tischgespräch. Ein lange gehegter Plan, dass wir Menschen, die hinter LemAn stehen, uns auf unserer Homepage vorstellen: unsere Wohnprojekt-Geschichten, unsere Wohnwünsche und Motivationen, unsere Erfahrungen in 10 LemAn-Jahren, unsere Visionen wie es weitergehen könnte.
9 Fragen und die Antworten darauf zeigen ein Mosaik unterschiedlicher Menschen, die ein Wunsch eint: nämlich ein Leben mit Anderen in sorgender Gemeinschaft, generationsübergreifend für unsere Zukunft und für eine Vielfalt im Veedel.
Das Tischgespräch kann als Ganzes gelesen werden. Oder die Fragen, die interessieren, werden einzeln angeklickt und per Link geht es dann zu den Antworten. Mit dem "Nach-oben-Button" auf der rechten Seite unten geht es wieder zum Seitenanfang.
Frage 1: Ihr habt 2014 den Verein „Leben mit Anderen – LemAn e.V.“ gegründet und konntet in 2024 euer 10jähriges feiern. Ich vermute aber, dass Ihr Euch schon länger mit dem Konzept des Mehrgenerationen-Wohnens beschäftigt habt.
Frage 2: Ihr seid also alle sehr von dem Konzept überzeugt. Aber was sagt Ihr zu der These, Mehrgenerationenwohnen sei etwas für elitäre Menschen?
Frage 3: Ihr habt berufliche, private und soziale Gründe, eine gemeinschaftliche Wohnform anzustreben, ohne Euch elitär zu fühlen. Wie seid Ihr denn konkret zu LemAn gekommen?
Frage 4: Wenn Ihr zusammen 10 Jahre durchgestanden habt, muss es ja einiges an Motivation gegeben haben. Was hat Euch denn in diesen Jahren am meisten Freude bereitet, vielleicht sogar begeistert?
Frage 5: Das klingt ja sehr einladend und nach guter Gemeinschaft. Aber das ist ja nur die eine Seite der Medaille. Sicher gab es auch viele Frustrationen, oder?
Frage 6: Wenn man sich die Projektgeschichte anschaut und ehrlich ist, entdeckt man ja oft auch, dass man sich selber unklug verhalten hat. Seht Ihr solche Fehler bei Eurem Vorgehen?
Frage 7: Das sind ja schwerwiegende dicke Steine, die Euch in den Weg gelegt wurden. Denkt ihr deshalb ans Aufgeben?
Frage 8: Ihr habt ja gerade einige Maßnahmen benannt, die in Zukunft neuen Schwung in das Projekt bringen könnten, wie Mitgliederwerbung oder mehr Öffentlichkeitsarbeit. Welche Forderungen möchtet Ihr denn an die Politik stellen?
Frage 9: Zum Schluss lade ich Euch ein, zu träumen: Worauf freust Du Dich, wenn Du an den Alltag im Wohnprojekt denkst?
Mod.: Ihr habt 2014 den Verein „Leben mit Anderen – LemAn e.V.“ gegründet und konntet in 2024 euer 10jähriges feiern. Ich vermute aber, dass Ihr Euch schon länger mit dem Konzept des Mehrgenerationen-Wohnens beschäftigt habt.
BB: Beruflich war ich in der altersgerechten Quartiersentwicklung tätig und habe auch viele Menschen zum Wohnen im Alter, zu gemeinschaftlichen Wohnformen oder zu Wohnen mit Versorgungsstruktur
beraten. Gemeinschaftlichen Wohnformen empfinde ich als einen zentralen Anker für Nachbarschaften und generationsübergreifende Gemeinschaft. Es ist eine großartige Option für gegenseitige
Unterstützung und ein gutes Älterwerden
HS: Der konkrete Impuls, nach einem Mehrgenerationenwohnprojekt zu suchen, kam bei mir nach dem Tode meines Partners.
MH: Meine Kinder waren inzwischen alle ausgezogen, und ich suchte – noch berufstätig – nach neuen Möglichkeiten, entspannt und „mit kurzen Wegen“ Gemeinschaft zu leben.
MGW: Meine Frau und mich verbindet der Wunsch, mit Jung und Alt in Gemeinschaft zu leben, den Alltag zu gestalten, gemeinsam was zu unternehmen, füreinander da zu sein.
Mod.: Ihr seid also alle sehr von dem Konzept überzeugt. Aber was sagt Ihr zu der These, Mehrgenerationenwohnen sei etwas für elitäre Menschen?
MH: Das kann man nicht so generell beantworten. Viele Menschen schrecken zurück, wenn ich von meinem Vorhaben berichte, in ein Wohnprojekt zu ziehen. Häufige Reaktion: „Das könnte ich nicht.“ Im
weiteren Gespräch werden dann sehr diffuse Vorstellungen deutlich. Tatsächlich existieren ja auch unterschiedliche Formen und Modelle. Um elitär oder massentauglich geht es meiner Meinung nach
nicht, sondern um Klarheit über eigene Wünsche.
MM: Man muss sozial eingestellt und teamfähig sein, zumindest in einem gewissen Ausmaß, um in einem Wohnprojekt zufrieden zu leben. Es ist sicher für viele Menschen geeignet, aber nicht
„massentauglich“.
BF: Soziale Durchmischung ist ein entscheidender Faktor für ein gutes Stadtleben. Ein Baustein dazu kann Mehrgenerationenwohnen im Mietmodell sein, wenn die Wohnungsbaugesellschaft
gemeinwohlorientiert ist. Dann haben auch Menschen mit geringem Einkommen eine Chance.
GK: Für mich ist es vor allem eine Wohnform für Otto-Normalbürger.
MGW: Mir ist in politischer Hinsicht wichtig, dass Mehrgenerationenwohnen eine Alternative zu steigenden Mieten bietet. Außerdem ist es ein probates Mittel gegen Vereinsamung.
Mod.: Ihr habt berufliche, private und soziale Gründe, eine gemeinschaftliche Wohnform anzustreben, ohne Euch elitär zu fühlen. Wie seid Ihr denn konkret zu LemAn gekommen?
BB: Schon lange gab es in Dellbrück eine Initiative „MegeWiD“ – Mehrgenerationenwohnen in Dellbrück. Bereits ab 2011 nahm ich beruflich an einem Austausch mit dieser Initiative MeGeWiD und
weiteren Interessierten aus Dünnwald/Höhenhaus teil. Durch Workshops mit Ralf Brand und Jürgen Schramm entwickelten wir die Strukturen für eine neue Initiative, was schließlich 2014 zur
Vereinsgründung von LemAn führte.
GK: Genau. Damit hat meine Frau mein Interesse geweckt.
HS: Ich kam über eine Anzeige in Kontakt mit Brunni Beth und erfuhr von der Gruppe MeGeWid. Beim nächsten Treffen war ich dabei und wurde später Gründungsmitglied von LemAn.
MH: Ich habe mich auf dem Wohnprojektetag 2016 nach einem Projekt umgesehen, bei dem ich mich auf Anhieb wohlfühle, und stieß schließlich auf LemAn. Die rechtsrheinische Verortung sowie die
Zugewandtheit meiner Gesprächspartnerin haben mich überzeugt, zum „Erstlingstreffen“ zu gehen.
MGW: Ich bin erst 2021 zu LemAn gestoßen. Der Impuls entstand durch Gespräche mit meiner Frau, die sich bereits vorher bei LemAn engagiert hatte. Wir möchten zwar gemeinsam, aber nicht „gemeinsam
einsam“ alt werden.
GR: Über RW bin ich zu LemAn gekommen, und bei der Infoveranstaltung und bei einigen Projekten und Ausflügen habe ich gemerkt, dass die ‚Chemie‘ stimmt.
Mod.: Wenn Ihr zusammen 10 Jahre durchgestanden habt, muss es ja einiges an Motivation gegeben haben. Was hat Euch denn in diesen Jahren am meisten Freude bereitet, vielleicht sogar begeistert?
MM: Auf der sachlichen Ebene habe ich viel über Mehrgenerationenprojekte gelernt und interessante Projekte besucht. Die Vorstandsarbeit (2014-2021) habe ich mit Herzblut gemacht. In emotionaler
Hinsicht bin ich dankbar, Menschen kennengelernt zu haben, die auf der gleichen Wellenlänge liegen.
BB: Ich bin begeistert von den vielen Menschen, die sich mit Herzblut für unser gemeinschaftliches Wohnen engagieren. Besonders inspirierend war die Zusammenarbeit mit Jürgen Schramm, der in der
„Szene“ viele Kontakte zu Investoren und Engagierten hergestellt hat. Ich habe in dieser Zeit viel gelernt – über Menschen, aber auch über mich selbst. Seit 2016 bin ich im Vorstand und freue
mich über die Entwicklung des Vereins und die enge Verbundenheit.
HS: Es war eine Freude, dass wir relativ schnell ein Grundstück entdeckten – durch eine Zeitungsanzeige – und dann auch die Firma Sahle fanden, die für uns bauen wollte. Erfreulich waren für mich
auch die Besuche bei anderen Mehrgenerationenwohnprojekten: zum Frühstück, zur Besichtigung und zu Gesprächen.
MH: Mich begeistert die unumstößliche Durchhaltekraft einiger Mitglieder und der Glaube daran, dass das Projekt trotz aller Widrigkeiten doch noch eines Tages realisiert wird. Außerdem freue ich
mich über private Kontakte zu Mitgliedern und das Gefühl der Zusammengehörigkeit bei Gruppenunternehmungen.
MGW: Es gab auch bisher schon viele schöne und bereichernde Momente, in denen ich mich den LemAn-Menschen immer wieder verbunden gefühlt habe: das waren verschiedene interessante Workshops,
gemeinsame Aktivitäten in Dellbrück wie Grillen oder Stammtisch, unser Ausflug in den Wuppertaler Skulpturenpark oder kleine Wanderungen mit Kaffee und Kuchen.
BF: Ich freue mich, dass wir gleiche Ziele haben, nämlich eine neue Form des Zusammenwohnens zu realisieren, die zugleich Raum für Privatsein, aber auch Verantwortung für die Nachbarn und
vielleicht sogar das Veedel ermöglicht.
Mod.: Das klingt ja sehr einladend und nach guter Gemeinschaft. Aber das ist ja nur die eine Seite der Medaille. Sicher gab es auch viele Frustrationen, oder?
BB: Am Anfang lief es ja gut. Ab 2016 hatten wir Schwung, ein Grundstück und viel Unterstützung auch durch die Stadt. Aber die entscheidenden Schlüsselämter haben uns letztlich wenig Gehör
geschenkt. Selbst die Taskforce, die die Oberbürgermeisterin und der Sozialdezernent ins Leben gerufen haben, hat nichts bewirkt.
Besonders enttäuschend war die Blockade durch die örtliche Politik, sodass die Bezirksvertretung Mülheim gegen uns entschied. Falsche Informationen wie die Behauptung, wir seien ein „Feigenblatt
für einen Investor“, haben uns zusätzlich geschadet.
MM: Ja genau! Und dass wir eine Frischluftschneise für Köln zubauen würden, ist glatt gelogen. Dass die Schlüsselämter nicht in die Hufe gekommen sind, finde ich sehr ärgerlich. Vor der
Baupreisexplosion hätten wir es mit Sahle und unserer eigenen Expertise schaffen können.
BB: Jetzt können wir das Projekt in der geplanten Form finanziell nicht mehr umsetzen, weil die vom Liegenschaftsamt inzwischen genannten Preise für die städtischen Anteile im Gesamtgrundstück zu
hoch sind.
BF: Erschüttert hat mich, wie VertreterInnen der Lokalpolitik Gespräche verweigert haben. Sie sind bei ihren vorgefertigten Meinungen geblieben und haben sich nicht für die positiven
Möglichkeiten von sozial-gemischtem Mehrgenerationenwohnen interessiert. Bestenfalls kamen Vorschläge, das Projekt an schwierige Flächen, z.B. die S-Bahntrasse, zu verlagern. Wohlhabende, in
politischer Agitation Erfahrene, setzten ihre Interessen – auch mit unlauteren Mitteln – durch und sorgten dafür, dass bereits erfolgte politische Entscheidungen rückgängig gemacht wurden. Solche
Menschen wünschen sich zwar so ein Haus in ihrer Nähe, aber NICHT in ihrem Blickfeld. Und sie möchten gerne eine freie Wohnung für den Zeitpunkt reservieren, wenn sie auf die 80 Jahre zugehen und
der Lebenspartner verstorben ist.
GK: Ich finde diese Widerstände auch gerade von "Umweltschützern" sehr ärgerlich, weil sie keine Bereitschaft zeigten, mit uns über unsere Ziele und Planungen zu diskutieren.
BB: Sicher war unsere politische Niederlage das größte Problem, aber intern gab es natürlich auch mal Reibungen. Schwierig waren zum Beispiel die internen Diskussionen zur Aufnahme neuer
Mitglieder, weil wir uns selber dazu bürokratische Hürden geschaffen hatten. Dann gab es auch einige wenige enttäuschende Erfahrungen im persönlichen Bereich. Manche Konflikte wurden unfair
ausgetragen.
Mod.: Wenn man sich die Projektgeschichte anschaut und ehrlich ist, entdeckt man ja oft auch, dass man sich selber unklug verhalten hat. Seht Ihr solche Fehler bei Eurem Vorgehen?
MM: Ich denke, wir haben keine großen strategischen Fehler gemacht. Im Umgang mit Interessenten waren wir sicher manchmal ungeschickt, weil wir uns selber in unserer Rolle und unseren Strukturen
unsicher gefühlt haben, aber „nobody is perfect“. Im Gegenteil: ich finde, unsere Voraussetzungen waren blendend, vor allem mit der Kompetenz von Brunni und ihren guten Kontakten zu den Ämtern,
aber auch mit Sahle und mit dem gesammelten Know How der Vereinsmitglieder.
BB: Ich bin etwas kritischer. Ich denke, unser größter Fehler war, die Chance auf ein gemeinsames Projekt mit der GAG in Stammheim abzulehnen. Das wäre eine Riesengelegenheit gewesen, die uns
heute fehlt.
GK: Leider wurde eine mögliche Kooperation mit der Gruppe Wohnbunt von der Mehrheit so kritisch gesehen, dass dies nicht weiterverfolgt wurde. Stichwort: nur gemeinsam sind wir stark.
MGW: Ich finde, dass wir bisher zu wenig in der Öffentlichkeit präsent waren. Eine so tolle Idee wie „Mehrgenerationenwohnen inklusive Pflege“ gehört gerade auch gegen Widerstände viel
selbstbewusster vertreten.
HS: Und wir sollten uns in Zukunft darum bemühen, neue Mitglieder zu finden, um die anstehenden Aufgaben zu stemmen.
MGW: Genau. Einige sind ja inzwischen ausgeschieden, weil sie aufgrund ihres Alters keine Perspektive mehr für sich sahen oder wegen der fehlenden konkreten Zeitschiene einfach unzufrieden waren.
BF: Ein großer Fehler war unsere Naivität, an den Wert offener Diskussionen zu glauben. Dadurch konnten politisch erfahrene bzw. einflussreiche Personen LemAn an die Wand spielen.
Mod.: Das sind ja schwerwiegende dicke Steine, die Euch in den Weg gelegt wurden. Denkt ihr deshalb ans Aufgeben?
BB: Nein, aufgeben ist keine Option. Aber ohne sichtbare Erfolge verliert man die Motivation. Vielleicht sollten wir über neue Wege nachdenken wie gemeinsames Wohnen auf Distanz oder sorgende
Gemeinschaften.
MH: Dem stimme ich zu! Es gibt noch Optionen und Hoffnungen.
MGW: Wir müssen dazu mehr an die Öffentlichkeit gehen, auch wenn wir derzeit kein konkretes Bauprojekt aufweisen können. Und um im Stadtteil für unser Projekt zu werben, war die Teilnahme am
Netzwerktreffen des Runden Tisches Dellbrück ein guter Anfang.
GK: Die Energie, Vorschläge und Vernetzung des Vereins halten die Idee und die Umsetzungsmöglichkeit auch in Verwaltung und Politik am "Leben". Es hat sich in den 10 Jahren gezeigt: Nicht
aufgeben hat von negativen politischen Beschlüssen zu positiven Beschlüssen auf "höherer " Ebene geführt. Für mich ist es die Wohnform der Zukunft. Leben mit Anderen. aktiv sein im Veedel,
Wohnraumknappheit kann so reduziert werden.
Mod.: Ihr habt ja gerade einige Maßnahmen benannt, die in Zukunft neuen Schwung in das Projekt bringen könnten, wie Mitgliederwerbung oder mehr Öffentlichkeitsarbeit. Welche Forderungen möchtet Ihr denn an die Politik stellen?
HS: Mehrgenerationenwohnprojekte wären eine große Bereicherung für die Stadt, für das soziale Miteinander. Die Vereinsamung vieler Menschen könnte stark eingeschränkt werden, wenn mehr Menschen
in Wohnprojekten leben. Ich fordere von der Politik, dass sie sich für die Förderung und den Bau von Wohnprojekten einsetzt und die Bürokratie begrenzt.
MM: Genau meine Meinung! Mehrgenerationenwohnen müsste von Politikseite aus Priorität bekommen und sollte gezielt auf allen Ebenen gefördert werden, wenn sinnvolle und realistische Konzepte
vorliegen und die Kooperationspartner vertrauenswürdig sind.
BB: Politik muss gemeinschaftliches Wohnen als Zukunftsmodell erkennen und fördern. Das Thema gehört zur Chefsache und braucht klare Priorität.
MGW: „Wohnprojekte“ könnten ein Mosaikstein sein, um Wohnraum und das soziale Miteinander zu fördern. Also sind meine Forderungen an die Politik: Weniger Bürokratie, Bündelung in der Bearbeitung
von Bauanträgen in einem Amt, Mehrgenerationenwohnen bzw. Gemeinschaftliches Wohnen prioritär fördern. Die Bearbeitung von Anfragen und Anträgen darf nicht länger als ½ Jahr dauern.
BF: Grundstücke bereitstellen, den gewinnorientierten Investoren Pflichten für gemeinwohlorientiertes Bauen auferlegen, die Wohngemeinnützigkeit wieder einführen, Umbau und Umnutzung von
Gewerbebauten durch Entschärfung der Auflagen erleichtern und verbilligen. In unseren Großstädten wird jede Fläche von vielen Interessen beansprucht. Das sollte demokratisch ausgehandelt werden.
Mod.: Zum Schluss lade ich Euch ein, zu träumen: Worauf freust Du Dich, wenn Du an den Alltag im Wohnprojekt denkst?
MM: Auf die Gymstunde, das Singen und die Schnibbelparty im Gemeinschaftsraum, auf die Kontakte mit Kindern oder auf einen Suppenkochtag mit den Senioren im Viertel. Aber freuen würde ich mich
auch darauf, einfach ohne große Umstände mal eben mit der Nachbarin einen Cappuccino zu trinken.
HS: Ich stelle mir das Wohnen in einem Mehrgenerationenwohnprojekt, in einer Gemeinschaft mit Jung und Alt, nach wie vor schön vor und würde es gerne verwirklichen. Gemeinsam sind wir stark. Auch
das zusätzliche Wirken ins Veedel finde ich sehr reizvoll.
BB: Ich stelle mir vor, wie schön es wäre, gemeinsam zu kochen, Kaffee zu trinken, zu gärtnern oder einfach ein Spiel zu spielen. Am meisten freue ich mich darauf, die Freude mit allen
Beteiligten zu teilen, wenn unser gemeinsames Projekt endlich Wirklichkeit wird. Es wäre ein echter Höhepunkt, den wir gemeinsam feiern und genießen könnten.
MH: Leichtigkeit, Geborgenheit, Füreinander und Miteinander.
MGW: Für die Zukunft finde ich bei LemAn speziell den Aspekt spannend, dass wir in der Nachbarschaft positiv auf das gesellschaftliche Miteinander wirken wollen. Zu meinen Lieblingsparagrafen im
Kölschen Grundgesetz gehören: „Kumm, drink doch eine met“ und „Do laachs de dich kapott“ Mit Gemeinsinn und Humor möchte ich dazu beitragen, das Zusammenleben zu einem Ort der gemeinsamen Kraft
und Freude werden zu lassen.
BF: Soviel Platz im Gemeinschaftsraum zu haben, um immer mal wieder mit einer Gruppe von Mitbewohnenden zusammen zu kochen und zusammen zu essen und dazu sogar Nachbarn von außerhalb einladen zu
können
GK: Die Menschen, die Ziele, die Möglichkeiten.
GR: Ich freue mich auf gemeinsam an einem Strang Ziehen, neue Ideen und Anregungen, Geben und Nehmen, Dinge und Arbeiten zu teilen bzw. gemeinsam zu tun, freundliche, ehrliche Begegnungen,
gleiche Interessen praktizieren, neue Projekte, gute Gespräche, Unterstützung, Gemütlichkeit. Für mich bedeutet es vor allem Lebendigkeit, Beweglichkeit, Gemeinschaft, Anregung.